Der neu gewählte Vorstand von links nach rechts: Dr. Dirk Spaniel, Jörg Löser, Heike Themel, Hansjörg Müller, Ulrich Grabowski

 

„Friedrich-List-Gesellschaft zur Förderung der heimischen Wirtschaft e.V.“ am 28. April 2019 gegründet: - durch Wohlstand zur Freiheit!

BERLIN/ WÜRZBURG "Durch Wohlstand zur Freiheit", so lautete eine entscheidende Devise des herausragenden Nationalökonomen Friedrich List (1789-1846), wie der Bundestagsabgeordnete Diplom-Volkswirt Hansjörg Müller bei der Gründung der „Friedrich-List-Gesellschaft zur Förderung der heimischen Wirtschaft e.V.“ am Sonntag, den 28. April, in Würzburg erklärte. Der Freiheitsgedanke Friedrich Lists und seine geistigen Vorarbeiten für die Soziale Marktwirtschaft in einem selbst- und nicht fremdbestimmten Wirtschaftsraum machten die Namenswahl für die neu gegründete Gesellschaft leicht.

Parteilose Wirtschaftstreibende und AfD-Politiker gründeten am Sonntag in Würzburg gemeinsam die überparteiliche Denkfabrik. Die „Friedrich-List-Gesellschaft zur Förderung der heimischen Wirtschaft e.V.“ werde sowohl die unternehmerische Freiheit als auch die Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft unterstützen, erklärte der AfD-Bundestagsabgeordnete Hansjörg Müller. Der Diplom-Volkswirt aus dem bayerischen Traunstein, Mitglied im Bundestagsausschuss für Wirtschaft und Energie, wurde zum Vorsitzenden der neuen Gesellschaft gewählt.  Seine beiden Stellvertreter sind Fraktionskollege Dr.-Ing. Dirk Spaniel aus Stuttgart, Mitglied im Bundestagsausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur und der parteilose Unternehmer Ulrich Grabowski. Zum Schatzmeister wurde der ebenfalls parteilose Unternehmer Jörg Löser gewählt, zur Schriftführerin die Mittelständlerin Heike Themel.

Um die Überparteilichkeit zu gewährleisten dürfen Mitglieder aller politischen Parteien nicht mehr als einen bestimmten Anteil der Mitglieder stellen.

Zweck der Gesellschaft ist die Förderung des freien Wettbewerbs und der „Sozialen Marktwirtschaft“. Wir stehen gleichzeitig für die wirtschaftsliberale Freiheit der Unternehmer und für die soziale Verantwortung der gesellschaftlichen Akteure gegenüber den sogenannten „Kleinen Leuten“. Weil wir verstehen, dass Unternehmen effizienter funktionieren, wenn sie die Interessen ihrer Mitarbeiter in die Unternehmensstrategie integrieren.

Der Gesellschaftszweck wird insbesondere durch die beiden Ankerpunkte „wirtschaftsliberal“ und „sozial“ verwirklicht, die mitnichten im Widerspruch zueinander stehen, sondern sich gegenseitig bedingen, wenn nicht nur unsere Unternehmen, sondern auch unser Land funktionieren sollen. Für die „Friedrich-List-Gesellschaft zur Förderung der heimischen Wirtschaft e.V.“ ist essentiell, dass wirtschaftsliberale Freiheit und soziale Verantwortung gleichzeitig in ein widerspruchsfreies Gesamtkonzeptes eingebettet werden, um Interessenskonflikte zu überwinden und die inzwischen gespaltene deutsche Gesellschaft wieder zu einen. Beide Ankerpunkte werden seit Jahren von der weltweit tätigen „Globale Finanz-Oligarchie“ gegeneinander ausgespielt. Die Lösung liegt im Miteinander von Unternehmern und sogenannten „Kleinen Leuten“ in einem souveränen Nationalstaat Bundesrepublik Deutschland und seinem selbstbestimmten Wirtschaftsraum.

Die heutige Bundesregierung hat keine Strategie und kein Lösungskonzept für die großen Herausforderungen. Deutschland ist unter den 7 größten Volkswirtschaften der Welt die offenste Gesellschaft mit allen Angriffspunkten, die daraus resultieren. Gleichzeitig schwelt die Euro-Krise für die Öffentlichkeit unbemerkt weiter und steht vor neuen Zuspitzungen. Ein treffender Frühindikator für die deutsche Konjunktur sind die Geschäftserwartungen der chemischen Industrie, die vom ifo-Institut monatlich erhoben werden. Nach +25,6 im November 2017 fiel dieser Stimmungsindikator der deutschen Chemie im April mit -14,8 auf den niedrigsten Wert seit Oktober 2012. Der Konjunkturhimmel trägt längst kein tiefes Blau mehr, sondern hat sich verdüstert. „Wir haben keine Zeit für ständiges Schönreden und Lamentieren, sondern brauchen zukunftsfähige Rezepte. Wir wollen als Denkfabrik im Geiste Friedrich Lists Lösungen erarbeiten und präsentieren", so der Initiator der Gesellschaftsgründung Müller weiter. Frankreichs Präsident Macron äußerte vor wenigen Tagen, Deutschland stehe "wahrscheinlich am Ende eines Wachstumsmodells". "Gibt es Antworten auf diese drohende Entwicklung seitens der Bundesregierung? Fehlanzeige!", konstatiert Müller, der akuten Handlungsbedarf erkennt und die Lösung in den wirtschaftspolitischen Prinzipien Friedrich Lists sieht, die das vergessene, erste Wirtschaftswunder im Deutschen Kaiserreich erst ermöglicht hatten.

Während Friedrich List in der deutschen Öffentlichkeit heute weitgehend ausgeblendet wird, ist er - und nicht etwa Adam Smith – im heutigen China der populärste Wirtschaftsvordenker. Während die deutsche Industrie von der eigenen Regierung zunehmen kaputt gemacht wird (Energieversorgung, Automobilindustrie) baut der unglaubliche wirtschaftliche Aufstieg Chinas in den letzten 30 Jahren auf den Wirtschaftsprinzipien von Friedrich List auf. Es ist also höchste Zeit, ihm auch wieder in seinem Heimatland die ihm gebührende Stellung zuzuerkennen. „Wir können es uns nicht länger leisten, nationale wirtschaftliche Interessen so kläglich zu verletzen und brauchen eine Rückbesinnung auf Friedrich List", so der Autor des Spiegelbestsellers Kontrollverlust, Thorsten Schulte, während seines Gastvortrags anlässlich der Gründung der „Friedrich-List-Gesellschaft zur Förderung der heimischen Wirtschaft e.V.“

Weitere Gastvorträge hielten Peter Haisenko über die „Humane Marktwirtschaft“, Hans-Wolff Graff über ein „integriertes Steuer- Wirtschafts- und Sozialkonzept“ und Heike Themel über die „richtige Ansprache des Mittelstandes“, damit die komplexen Wirtschaftsprinzipien von Friedrich List der Zielgruppe der Leistungsträger unserer Gesellschaft verständlich vermittelt werden. An dieser Versammlung geballter wirtschaftlicher Kompetenz bei der Gründung zeigt sich, dass die „Friedrich-List-Gesellschaft zur Förderung der heimischen Wirtschaft e.V.“ in eine Lücke stößt, die von den globalisierungsgläubigen Kräften Deutschlands in den letzten Jahrzehnten sträflich vernachlässigt worden ist.